Die Sauerstoffmaske, oder: Wie überlebe ich einen Flugzeugabsturz?

Anleitung zum Überleben eines Flugzeugabsturzes: „Du kannst niemanden helfen, wenn du selbst bewusstlos bist, deshalb setze zuerst deine eigene Sauerstoffmaske auf. Auch wenn du mit deinen Kindern reist, zuerst die eigene aufsetzen, dann den Kindern helfen.“

Auch wenn der Sprache anzumerken ist, dass sie von einem Programm ins Deutsche übersetzt wurde: Der Hinweis ist denkwürdig. Eine Freundin hat mich kürzlich daran erinnert. Und es hat zu mir gesprochen.

Nämlich darüber, welch grosse „Hilfe“ ich meinen Kindern bin, wenn ich mich selber hilflos fühle. Darüber, wie wenig sie meine Liebe spüren können, wenn ich mich ungeliebt fühle. Darüber, wie sehr ich sie unter Druck setze, wenn ich selber unter Druck bin. …Und über einiges mehr.

Die Anleitung gibt mir keinen Freipass, immer zuerst an meine eigenen Bedürfnisse zu denken und erst in zweiter Linie an die meiner Kinder. Aber sie erinnert mich daran, wie wichtig es ist, dass ich im Reinen mit mir selber bin, wenn ich meinen Kindern eine „gute Mutter“ – sagen wir, eine annehmbare Mutter – sein möchte. Mit sich selber im Reinen zu sein heisst nicht, zu jeder Zeit gut gelaunt zu sein. Sondern es heisst, die eigenen Gefühle wahrzunehmen. Im Idealfall auch anzunehmen. Aber mir sie zumindest bewusst machen…

Wenn der Moment es erlaubt, setze ich mich hin, nehme mein Tagebuch hervor und schreibe alles auf, was mich stresst, verletzt oder ärgert.

Manchmal trinke ich aber auch einfach meinen Kaffee in Ruhe fertig, bevor ich meiner Tochter in die Schaukel helfe.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s