Tauwetter

Heute war ein frühlingshafter Tag. Seit dem Wochenende ist es hier wieder wärmer. Der Schnee wurde ratzeputz weggeregnet, und nun ist es wieder matschig. Es ist die Zeit des Jahres, die ich am mühsamsten finde: Der „richtige“ Winter ist vorbei, der Frühling noch nicht da. Es ist eine Zwischenzeit, weder Fisch noch Vogel, mit wenig sichtbarer Schönheit. Die Pflanzen, die unter einer kleidsamen Schneedecke verborgen gewesen waren, kommen nun schwarz und zerknüllt wieder hervor. Daraus soll jemals wieder ein blühender Garten werden? Ich kann es mir so gar nicht vorstellen.

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Eine schwierige Zeit für saubere Böden! Und auch eine schwierige Zeit für unsere jungen Familienmitglieder. Der Schnee hatte etwas Abenteuerliches; jederzeit konnte man Schneemänner und -frauen bauen gehen und trug die Handschuhe und Winterstiefel aus gutem Grund. Aber jetzt? Bäh.

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Wir spüren alle: Bald, bald kommt der Frühling. ABER er ist noch nicht da! Nirgends sichtbar, nur in den wenigen Sonnenstunden zu erahnen. Und wenn die Sonne weg ist… ist Geduld gefragt.

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Mit dem Warten habe auch ich es nicht so. Ich sehe grad sehr viele Baustellen, sowohl bei mir als auch bei meinen Kindern. Ein Elterngespräch bestätigt mir, was ich lieber verdrängt hätte. Meine eigene innere Unruhe und Unzufriedenheit erweisen sich auch nicht gerade als hilfreich. Ich fühle mich getrieben, unfertig, angeschlagen.

Ich stelle mir Fragen wie:

  • Werden meine Söhne freundliche, vertrauenswürdige, starke Männer nach Gottes Herzen?
  • Werden meine Kinder eine eigenständige, ehrliche Beziehung zu Jesus haben? Ihn erleben und lieben?
  • Werden sie sich in der Schule gut verhalten?
  • Werden sie einen „guten“ Beruf erlernen?
  • Werden sie jemals damit beginnen, ihre Kleider selber zu verräumen?
  • Werden sie jemals dankbar sein?
  • Wird jemals Frieden zwischen ihnen herrschen?
  • Wird es jemals eine Mahlzeit ohne Sauerei geben?
  • Wird der Wäscheberg jemals kleiner werden?
  • Werden sie jemals entschlossene Weltveränderer werden? Visionäre Vorkämpfer?

Wenn ich nach draussen schaue, ist das zur Zeit nicht gerade Erbauung. Das Sehen schenkt gerade keine Hoffnung. Ich ahne, dass es zur Zeit ums Vertrauen und Warten  geht.

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