Zeiten

Es gibt Zeiten, in denen ich wöchentliche Menü-Pläne mache. Sie erleichtern mir das Einkaufen. In diesen Zeiten denke ich, wie sinnvoll das ist, und wie ich jemals ohne sein konnte.

Es gibt Zeiten, in denen ich um halb zwölf in den Kühlschrank schaue und mehr oder weniger kreativ ein Essen zusammenbastle, meist in Eile.

B

Es gibt Zeiten, da stehe ich regelmässig frühmorgens auf, um Zeit mit Jesus zu verbringen. Ich lese in der Bibel, bin einfach nur still vor ihm oder bete um konkrete Anliegen.

Es gibt Zeiten, in denen ich froh bin, wenn ich wenigstens zehn Minuten vor den Kindern wach bin, damit ich Zeit habe, mein Morgengesicht mit Crème und Farbe zu bearbeiten und husch, husch einen Kaffee hinunterzustürzen.

Manchmal bin ich fokussiert und wach, was mein Inneres betrifft. Dann nehme ich Ärger und Angst bewusst wahr und kann sie an den Ort bringen, wo sie hingehören: An Jesu Kreuz. Ich nehme mir Zeit, das Darunterliegende anzuschauen.

Manchmal bin ich einfach nur froh, wenn ein Tag zu Ende geht. Solche Tage beende ich gerne mit 1-2 Episoden „Call the Midwife“ und einer Lindorkugel. Oder zwei.

Es gibt Zeiten, in denen nehme ich mir am Abend etwas Zeit, um aufzuräumen, zu saugen und den Ton-Boden im Eingangsbereich feucht aufzunehmen. Ein sauberer Boden gibt mir das Gefühl, ich hätte das Leben im Griff.

In anderen Zeiten hechle ich der Ordnung und der Sauberkeit hintendrein, immer als Zweite. Unordnung und Dreck stören mich ungemein – ich brauche Ordnung um mich herum, um innerlich zur Ruhe zu kommen; soviel zur Idee, vier Kinder zu haben. Und trotzdem scheine ich dann keine Minute zu finden, um wenigstens ein bisschen davon herzustellen.

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Oft werfe ich am Abend einen Blick in meine Agenda, um mich innerlich auf den nächsten Tag vorzubereiten.

Hin und wieder kommt es vor, dass ich in die Agenda schaue und denke: Ups, da wäre ja was gewesen…!! Hätte ich doch nachgeschaut!

Manchmal schaue ich in den Garten und denke: Wie schön, was hier alles blüht! Und ich bin einfach dankbar für den Platz, den wir haben.

Manchmal schaue ich in den Garten und sehe nur Unkraut, langes Gras und Spielzeug, das nicht verräumt worden war.

FDC

Es gibt Zeiten, in denen ich dankbar bin für alles, was ich habe. In denen ich dankbar bin, dass ich den Reichtum sehe anstatt den Mangel. In denen das Schöne grösseren Wert hat als das Unfertige, Unaufgeräumte, noch zu Erledigende. Und vor allem anderen bin ich dankbar für die Zeiten, in denen ich dankbar sein kann.

A

 

3 Gedanken zu „Zeiten

    1. Liebe Martha, danke für deine Antwort. Es ist ein selbst entworfener Habit Tracker, ich kann ihn unter Downloads online stellen, wenn du Interesse hast! Herzliche Grüsse, Sonja (Du musst evtl. die Titel-Schrift ändern; diese Schrift habe ich mir mal gekauft.)

      Gefällt 1 Person

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