Drunter und drüber…

Das letzte Jahr, das ich mit Mahela so geniessen wollte, hat doch erst grad angefangen, oder nicht?? Ich reibe meine Augen und sehe: Es ist Juni! Einmal hinfallen, und Sommerferien!

Juni: der Monat, in dem alles, was menschenmöglich ist, stattfindet. Schulfeste, Eltern-Apéros, Schülerkonzerte nach Instrument aufgeteilt, Selbstverteidigungskurse, an die man sich naiv-fröhlich im Frühjahr einmal angemeldet hatte, (un-)organisierte Lehrergeschenke und vieles andere mehr. Dieses Mal bin es ausnahmsweise nicht ich, die auf die Pauke haut – ich bin quasi Opfer des Schul- und Musiksystems. Oder der Jahreszeit: Irgendwie ist da noch Erdbeer-Saison?! Als ich sie bemerke, ist sie schon fast vorüber. Wir eilen aufs Feld und erwischen noch ein paar kleine. Natürlich müssen die feinen Beeren auch gleich verarbeitet werden. Als i-Tüpfelchen ist Franco wie zufälligerweise in der Woche, in der jeden Abend (!) ein Anlass ist, drei Tage weg.

Ich merke: Ein Notfallplan muss her! Irgendwie muss der Laden am Laufen bleiben, auch wenn die Umstände um mich herumtanzen. Meine Strategien sind:

  • Ordnung ist wichtiger als blitzeblank gepützelt. Ich habe vor kurzer Zeit ein Zitat gelesen, das Augustinus zugeschrieben wird: „Halte Ordnung – und die Ordnung wird dich halten“. Ha – meine Rede! Wer mich kennt, weiss: Ich liebe Ordnung. Sie schenkt mir innere Ruhe und Gelassenheit. Natürlich herrscht sie längst nicht immer in unserem Haus. Aber zur Zeit bin ich grad motiviert, dran zu bleiben. Und ich merke: Wenn es aufgeräumt ist, kann ich auch über Fussabdrücke auf dem Tonboden hinwegsehen.
  • Brot wird nicht gebacken, sondern gekauft. Oder uns geschenkt von meinem Papa, einem leidenschaftlichen und exzellenten Brotbäcker. Also ich rede nicht einfach von „Brot“, sondern ausgeklügelten, abgeänderten Rezepten, wattiger Krume und knuspriger Kruste. Hach! Er beliefert uns regelmässig mit seinen Köstlichkeiten. Dafür bin ich so dankbar! Ich selber backe in weniger überfüllten Zeiten fast jedes andere Brot, das bei uns gegessen wird. Meine Kinder mögen das gekaufte Brot selten – sie sind es einfach gewohnt, „Mamabrot“ zu essen. Ich backe seit über 20 Jahren Brot und liebe es. Vor allem, seit wir uns vor 11 Jahren eine Küchenmaschine gegönnt haben.
  • Willkommen Fertig-Schupfnudeln und -Spätzle, die ihr nur noch aufgewärmt werden müsst! Ich liebe euch! Vor allem mit Rahm und Speckwürfeln, gratiniert und zeitlich programmiert. Überhaupt, das Motto lautet: Hauptsache Kalorien. Mit ein paar Vitaminen (siehe nächster Punkt). So richtig geniessen können wir nachher wieder.
  • Gemüse wird in Form von Salat verzehrt, wenn überhaupt. Früchte tun’s grad auch.
  • Besuche werden auf Sparflamme gehalten. Gerne nehmen wir, um Freunde zu treffen, unser Café in Anspruch. Da wird Kaffee und Tee gekocht und serviert, und es gibt herrliche Kuchen und süsse Kleinigkeiten in Hülle und Fülle.
  • Wir nehmen mit schlechtem Gewissen das Auto statt der Fahrräder, wenn mehr als zwei Klein-Personen unterwegs sind.
  • Ich verbringe mehr Zeit als sonst in meine Agenda vertieft. Es gibt so viele Kleinigkeiten, die nicht vergessen werden dürfen und die in mir immer wieder mal ein schleichendes Gefühl von Panik auslösen.
  • Unwichtige Termine, die auch noch im Oktober möglich sind, werden gestrichen. Entweder ersatzlos, oder (eben auf Oktober) verschoben.
  • Ich drücke ein Auge zu, wenn das Lavabo im Kinder-Bad vor angetrockneter Zahnpasta trieft. Hauptsache Ordnung 😉
  • Mein ständiges inneres Gebet lautet: „Hilf mir! Bitte!“ Rhetorisch sehr ausgefeilt, klar. Aber es wirkt!

Was sind eure Strategien?? Und/oder Schnellgerichte?

Was ich gerne noch lernen möchte:

  • Hilfe annehmen. „Soll ich was mitbringen zum Kaffee?“ – „Nein nein, nicht nötig!“ Dabei wäre es soo schön gewesen, wenn ich das liebevolle Angebot einfach hätte annehmen können, denn ich habe mir lange den Kopf darüber zerbrochen, was ich backen soll. Am Ende kam ein Aprikosen-Streusel-Blechkuchen raus. Übergang zum nächsten Punkt:
  • Kuchen KAUFEN. Nicht meinen, immer alles selber backen zu müssen. Alles selber gebacken kriegen zu müssen!!

Morgen geht’s in die neue Woche – eben diejenige mit den vollgestopften Abenden. Heute Nachmittag haben wir eben mit Freunden im Café Kaffee und Eis genossen. Das war so herrlich entspannt, wie auch der Abend mit den Kindern, dass ich’s gelassen nehmen kann. Und sonst ist da ja noch mein inneres Gebet.

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