Zur Zeit…

…habe ich die Schnellmenüs, die aus Pasta, Pasta und Spätzle bestehen, langsam satt, ohne viele andere Ideen zu haben.

…geniesse ich es, dass die Nächte wieder etwas kühler geworden sind und wir uns im oberen Stock länger als 10 Minuten aufhalten können, ohne zu verschmachten.

…spüre ich, dass unsere Jüngste kindergartenreif wird. Sprich: Ihr ist es so langweilig, dass sie alle paar Minuten (gefühlter Zeitraum) nachfragt, wo sie nach der Pause oder nach dem Schlafen hingehen kann.

…geniesse ich die unausgefüllten Zeiträume in meiner Agenda, die in dieser Woche wieder häufiger sind.

…lese ich Sarah Youngs Klassiker „Ich bin bei Dir“, jeden Morgen den Tagesabschnitt. Es tut mir wohl; es ist nicht jedesmal etwas Neues, sondern führt mich kontinuierlich an den einen Platz hin, an dem ich aufatmen kann: die Hand Gottes. Ich brauche diese ständige Erinnerung zur Zeit.

…plane ich den letzten Vor-Kindergarten-Ausflug mit Mahela. Es wird eine Überraschung sein für sie: ein Bauernhof mit allen denkbaren Tieren zum Anfassen plus Hofladen und Spielplatz! Mit allen Kindern habe ich solche Ausflüge gemacht, und wir denken jetzt noch gerne daran zurück. Einfache Dinge – die Stadtbahn, die einen Hügel hinauffährt, eine heisse Schokolade – aber: zu zweit!

…geniesse ich unseren Gartensitzplatz, seit es etwas kühler geworden ist.

…bin ich mit vielen organisatorischen Dingen einigermassen à jour – high five!!

…beschäftige ich mich innerlich viel mit der Zeit danach: wenn Mahela im Kindergarten ist und ich „freie“ Vormittage habe. Ich habe nicht die Illusion, dass dann alles anders wird, aber doch die Hoffnung, dass sich etwas verändern wird. Ich frage andere Mütter, wie sie ihre Vormittage gestalten, und höre spannende Dinge. Eine nimmt’s, wie’s kommt, ungeplant und fröhlich, selten gestresst; eine andere trinkt gemütlich einen Kaffee, sobald die Kinder aus dem Haus sind, macht dann den Haushalt und die verbleibende Zeit so oft wie möglich etwas für sich. Am Nachmittag ist sie voll für die Kinder da. Eine andere arbeitet jeden Vormittag und macht den Haushalt dann, wenn die Kinder wieder da sind. So unterschiedliche Lebensentwürfe wie die Frauen selbst! Obwohl ich das mehr als spannend finde, merke ich: Meinen persönlichen Weg muss ich selber finden, jenseits von „richtig und falsch“, „gut oder schlecht“. Etwas weiss ich sicher: Ich möchte NICHT täglich herumhetzen, und ich MÖCHTE versuchen, 10 Minuten pro Tag die Beine hochzulegen und gemütlich eine Pause zu machen. Ich möchte weder immer gestresst noch immer spontan und ungeplant meine Zeit füllen. Ich mache mir ansonsten keine Vorsätze, nur noch den einen: im ersten Halbjahr kein neues Projekt, keine neue Aufgabe und kein neues Hobby anzufangen! Sondern einfach mal zu spüren, wie es sich anfühlt. Die neue grosse Freiheit! 😉

10 Gedanken zu „Zur Zeit…

  1. Ich bin schon gespannt, was du von der kommenden Zeit dann berichten wirst 🙂 Ich bin auch in dieser „Vor-Kindergarten-Phase“ und überlege ganz ähnliches… Ich finde gut, dass du dir diese Zeit gesetzt hast, in der du neue Projekte erstmal warten lässt. Das möchte ich auch gern. Gar nicht so leicht, wo es so viele Dinge gibt, die ich ENDLICH mal machen will 🙂 Ich wünsch uns beiden ein gutes Maß! Liebe Grüße, Martha

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    1. Liebe Sonja, danke für die Frage! Ich liebe das Thema 🙂 Ich backe nicht täglich Brot, sondern ungefähr 1x pro Woche. Dann immer mit 1.5kg Mehl, was ungefähr fünf Brote ergibt. Vier davon landen gleich in der Gefriertruhe. Wenn ich genug Zeit habe, nehme ich mir Zeit, um Brote zu formen; wenn nicht, fülle ich den Teig in Kastenformen. Du siehst, ich mache es mir sehr einfach. Inspiriert hat mich das Buch von Richard Bertinet: „Brot und Gebäck für Genießer: 50 neue Rezepte“. Alle Brote haben da lange Wartezeiten – für mich als Hausfrau perfekt. Ein angefangenes Brot wird oft erst am nächsten Tag fertig. So läuft es „nebenbei“. Herzliche Grüsse, Sonja

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      1. Hoi Sonja
        Danke für deine Antwort! Gerne hake ich noch etwas nach: Also hast du fünf Kastenformen und nimmst immer am Vorabend ein neues Brot aus dem TK? Hast du eine Brotbackmaschine oder eine normale Küchenmaschine? Machst du am Morgen den Teig, lässt ihn aufgehen und am Nachmittag backst du?

        Danke:)!

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      2. Hoi Sonja – gern! 🙂 Ich habe drei Kastenformen. Zwei davon ziehe ich auf ca. 30cm aus. Diese beiden grossen Brote schneide ich dann in der Mitte durch, friere vier Brote ein und nehme am Vorabend (wenn ich dran denke) ein Brot heraus. Wenn ich’s vergesse, tut es auch die Mikrowelle.

        Beim Brotbacken verwende ich selten ein Rezept. 1kg Mehl braucht ca. 21g Salz und ca. 6.5dl Flüssigkeit. Das rechne ich seit der neuen Küchenmaschine (Kenwood, keine Brotbackmaschine) auf 1.5kg Mehl auf. Meist nehme ich ca. 1/4 Vollkornmehl, z.B. Roggen oder Weizen oder Dinkel.

        Ich mache den Teig und stelle ihn zugedeckt über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Tag lasse ich ihn auf Zimmertemperatur warm werden, forme ihn (oder eben Kastenformen) und lasse ihn nochmals aufgehen. Dann ab in den Ofen bei 230 Grad, nach 5-10min 210 Grad, ungefähr 45 Minuten.

        Das Schöne ist: Das erste Aufgehen kann man so gestalten, wie es in den Tagesrhythmus passt. Eben über Nacht, oder bei Zimmertemperatur 3-7 Stunden, manchmal bleibt er auch mehrere Tage im Kühlschrank. Bis zu 6 Tage ist es kein Problem – im Gegenteil, er wird eher besser. Beim zweiten Aufgehen rechne ich etwa 1-2 Std. ein. Das halte ich meist ein. All das funktioniert auch mit Sauerteig – den muss man sowieso länger gehen lassen, aber nicht im Kühlschrank, sondern bei ca. 20 Grad. Für Sauerteig würde ich dir 1-2 einfache Rezepte empfehlen, bis du es im Gefühl hast.

        Melde dich bei weiteren Fragen! 🙂 Herzlichst Sonja

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  2. Liebe Sonja

    Habe das empfohlene Buch von Bertinet vor mir, finde aber nur Spezialrezepte und kein „normales“ Brotrezept… Deshalb zu deinem Rezept:
    1.5kg Mehl
    21g Salz
    6.5dl Flüssigkeit: Ist das Milch oder Wasser?
    Wieviel Hefe verwendest du auf 1kg Mehl?
    Das wär alles, oder?

    Danke für deine Geduld:)! Ich möchte das mit dem Brotbacken ernsthaft probieren…

    Liebi Grüess!

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    1. Liebe Sonja, Flüssigkeit ist bei mir immer Wasser. Hefe verwende ich – da ich das eben bei Bertinet gelernt habe – immer nur ganz wenig, ca. 2-3g Trockenhefe. Ich liebe Frischhefe, aber da ich so wenig davon benötige, schimmelte sie bei mir immer. Aus diesem Grund bin ich auf Trockenhefe umgestiegen. Ich mache es so: 1kg Mehl, 21g Salz, etwas Trockenhefe vermischen, mit 6.5dl Wasser verkneten. (Bei deinem Kommentar beziehen sich alle Zutaten auf 1kg Mehl, nicht 1.5kg!) Bei Zimmertemperatur 3-5 Std. aufgehen lassen (oder über Nacht im Kühlschrank, dann aber wieder auf Zimmertemperatur bringen). Laibe kneten – oder in bemehlte Cakeformen legen. Nochmals 1-2 Std. aufgehen lassen (bis der Teig sichtlich grösser ist), dann backen wie vorher beschrieben. – Ich würde dir empfehlen, mit 2-3 guten, einfachen Rezepten anzufangen. Ich kann dir welche schicken; es geht aber einen Moment, weil wir grad in lovely cold Scotland weilen. Was meinst du? Herzliche Grüsse, Sonja

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